Sicherheit
Bundesregierung macht offenbar Russland für Leipziger Drohnen-Vorfall verantwortlich

Die Bundesregierung ‌ist offenbar überzeugt, dass Russland für den versuchten Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich ist.

    Leipziger Flughafen Schkeuditz - Sprengstoff an Drohne wird von einem Experten mithilfe eines Roboters entschärft. Im Hintergrund steht ein Flugzeug.
    Laut Bundesregierung soll Russland für die Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen verantwortlich sein. (Imago / EHL Media )
    Das berichten mehrere Medien. Im Laufe des Tages soll es eine offizielle Stellungnahme von Bundesinnenminister Dobrindt und Außenminister Wadephul geben. Dem Vernehmen nach ist die Ausweisung weiterer russischer Diplomaten geplant. Die Schließung des letzten noch geöffneten russischen Generalkonsulats in Bonn wurde zuletzt ebenfalls debattiert. Die Regierung in Moskau hat jede Verantwortung für den Vorfall zurückgewiesen.

    Kallas: Vieles deutet auf Russland hin

    Die EU-Außenbeauftragte Kallas sagte am Rande eines Treffens der Verteidigungsminister der Europäischen Union, es deute vieles darauf hin, dass Russland etwas damit zu tun habe. Letztlich sei es aber an den Deutschen zu sagen, wer dafür verantwortlich sei. Anschließend lasse sich darüber sprechen, was die EU tun könne, führte Kallas aus.
    Bundeskanzler Merz hatte in den vergangenen Tagen - ohne Russland zu nennen - eine deutliche Reaktion angekündigt, die mit internationalen Partnern abgestimmt werde.
    Ein mit Sprengstoff präparierter Flugkörper war Anfang August im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden.
    Diese Nachricht wurde am 01.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.