Russland
Bundesregierung und EU-Kommission bemängeln russische Parlamentswahl als undemokratisch

Die Bundesregierung und die Europäische Kommission haben die laufende Parlamentswahl in Russland als undemokratisch kritisiert.

    Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte in Berlin, man müsse sich leider wieder auf Ergebnisse eines inszenierten Wahlrituals einstellen. Die EU-Kommission bezeichnete das Vorgehen russischer Behörden als "systematische Unterdrückung", die jede Opposition ausschließe. Zudem verurteilte sie die Durchführung der Wahl auf besetztem ukrainischen Territorium als völkerrechtswidrig. Abgeordnete des Europarats und russische Aktivisten im Exil nannten die Wahl in einer gemeinsamen Erklärung "eine Scheinwahl".
    Die Parlamentswahl in Russland findet von heute an bis Sonntag statt. Insgesamt sind mehr als 110 Millionen Menschen zur Stimmabgabe für eine der zehn kremlnahen Parteien aufgerufen. Ein Sieg der Regierungspartei "Geeintes Russland" gilt als sicher.
    Diese Nachricht wurde am 18.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.