Reaktionen auf US-Angriff in Venezuela
Bundesregierung und EU zeigen sich besorgt - Russland verurteilt "bewaffnete Aggression"

Die Bundesregierung und die EU haben sich besorgt über den US-Angriff auf Venezuela gezeigt.

    Ein Feuer auf Fuerte Tiuna, Venezuelas größtem Militärkomplex, ist nach einer Reihe von Explosionen in Caracas am 3. Januar 2026 aus der Ferne zu sehen.
    Über Venezuelas größtem Militärkomplex Fuerte Tiuna waren eine Reihe von Explosionen in der Hauptstadt Caracas zu ehen. Die Lage blieb zunächst unklar. (AFP / STR)
    Die Lage in dem südamerikanischen Land sei noch unübersichtlich und werde sehr aufmerksam verfolgt, erklärte das Auswärtige Amt in Berlin. Man stehe "im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas". Die EU-Außenbeauftragte Kallas teilte mit, sie habe mit US-Außenminister Rubio gesprochen und zur Zurückhaltung aufgerufen. Die EU habe sich wiederholt für einen friedlichen Übergang in Venezuela unter Einhaltung des Völkerrechts ausgesprochen, schrieb sie auf der Onlineplattform X. Für die EU habe die Sicherheit der europäischen Bürger in Venezuela oberste Priorität.
    Russland hat den US-Militärangriff als "verwerflich" verurteilt. Es gebe keine Rechtfertigung für diese "bewaffnete Aggression", erklärte das Außenministerium in Moskau. Der Iran sprach von einem "aggressiven Akt gegen einen unabhängigen Staat". Es handle sich um einen "klaren Verstoß gegen die grundlegenden Regeln des Völkerrechts", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Irna das Außenministerium in Teheran.
    Diese Nachricht wurde am 03.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.