Europäische Union
Bundesregierung will drastische Senkung bei EU-Finanzplanung - "400 Milliarden weniger"

Deutschland fordert, dass die EU-Finanzplanung für 2028 bis 2034 um rund 400 Milliarden Euro gekürzt wird.

    Flaggen von der EU und Deutschland vor dem Rednerpult im Bundeskanzleramt in Berlin
    Die Bundesregierung will eine drastische Senkung bei der EU-Finanzplanung. (picture alliance / Flashpic / Jens Krick)
    Das geht aus einem internen Papier der Bundesregierung hervor, über das die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Es ist die erste konkrete Positionierung der Bundesregierung in der Debatte über den sogenannten "Mehrjährigen Finanzrahmen". In dem Papier heißt es, der aktuelle Vorschlag ⁠der EU-Kommission sei unbezahlbar und unausgewogen. Er beläuft sich auf rund zwei Billionen Euro.
    Die Bundesregierung droht indirekt mit einem ⁠Veto bei den Verhandlungen, die ‌nur mit einem einstimmigen Votum der 27 Regierungen abgeschlossen werden können.
    Bundeskanzler Merz hatte sich bereits auf dem EU-Gipfel in der vorletzten Woche kritisch geäußert, ohne konkret zu werden. Deutschland gehört zu den Nettozahler-Ländern in der Europäischen Union, das heißt, es zahlt mehr in den EU-Haushalt ein, als es durch Fördergelder zurückerhält.
    Morgen beginnt die halbjährige Ratspräsidentschaft Irlands.
    Diese Nachricht wurde am 30.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.