Koalitionsausschuss
Bundesregierung will Entlastung für geringere und mittlere Einkommen - Reichensteuer für Einkommen ab 250.000 Euro

Die Bundesregierung will Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen mit ⁠einer Steuerreform entlasten ⁠und im Gegenzug Spitzenverdiener stärker zur Kasse bitten.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht zu den Anwesenden nach einem Treffen des Koalitionsausschusses in Berlin.
    Bundeskanzler Merz spricht nach den Treffen des Koalitionsausschusses in Berlin. (picture alliance/Andreas Gora)
    Das teilte Bundeskanzler Merz nach einem Treffen des Koalitionsausschusses in Berlin mit. Das Entlastungsvolumen belaufe sich auf rund zehn Milliarden Euro pro Jahr. Eine Familie mit zwei Kindern könne ab 2028 um mehr als 600 Euro jährlich entlastet werden. Finanziert werde dies unter anderem durch eine Anhebung der sogenannten Reichensteuer. Ab einem zu versteuernden ​Einkommen von 250.000 Euro soll künftig ein Satz von 45 Prozent gelten, ab 280.000 Euro einer von 47 Prozent. SPD-Chef ​Klingbeil sagte, es sei gerecht, wenn die Höchstverdiener einen größeren Anteil übernähmen.
    Nach dem Willen der Koalition soll die telefonische Krankschreibung abgeschafft werden. Zudem soll ab dem ersten Tag eine Krankschreibungspflicht gelten. Merz erklärte, Deutschland könne sich einen Wettbewerbsnachteil durch hohe Krankenstände in den Unternehmen nicht mehr leisten.
    Der Koalitionsausschuss verständigte sich außerdem darauf, die Vorschläge der Rentenkommission bis Ende des Jahres umzusetzen.
    Diese Nachricht wurde am 02.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.