
Eine Bundesrichterin in Maryland erließ eine einstweilige Verfügung gegen ein Dekret des Präsidenten. Dieses sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verfassungswidrig, erklärte sie.
Trump hatte das Dekret Anfang August unterzeichnet und damit verfügt, dass Neugeborene, deren Mütter ausschließlich für die Geburt in die USA reisten, künftig nicht mehr automatisch Amerikaner werden. Die Staatsbürgerschaft soll notfalls nachträglich aberkannt werden können. Der Präsident will damit einen angeblichen "Geburtstourismus" verhindern.
Einen ersten Vorstoß Trumps zur Einschränkung des Staatsbürgerschaftsrechts hatte bereits im Juni der Oberste Gerichtshof der USA ebenfalls als verfassungswidrig zurückgewiesen. Das amerikanische Geburtsrecht gilt seit 1868.
Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
