Debatte
Bundesschülerkonferenz sieht Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche kritisch

Die Bundesschülerkonferenz hat sich gegen ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. Die Problematik von Sucht, psychischer Belastung oder Mobbing in Chats werde dadurch einfach nur in spätere Lebensalter verschoben.

    Ein Mädchen blickt auf sein Smartphone, während ein anderes Mädchen ein Buch liest.
    in mehreren europäischen Ländern wird derzeit über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche diskutiert. (picture alliance / dpa / Annette Riedl)
    Generalsekretärin Kirchhoff im Deutschlandfunk, es gelte vielmehr, die Medienkompetenz zu stärken, damit Kinder und Jugendliche einen verantwortungsbewussten Umgang erlernten. Social-Media-Kanäle seien zudem wichtige Informationsquellen für junge Menschen. Ein Verbot würde dieser Mediennutzung nicht Rechnung tragen. Zudem sei es blauäugig anzunehmen, durch ein Verbot würden die davon Betroffenen wieder mehr Radio hören oder Zeitungen lesen, um sich über das Weltgeschehen zu informieren, meinte Kirchhoff.
    Unter anderem in Deutschland gibt es aktuell Debatten über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche. Das Bundesfamilienministerium hat eine Expertenkommission eingesetzt, die bis zum Sommer Vorschläge dazu vorlegen will.
    Diese Nachricht wurde am 20.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.