
Demnach gehörten ein Oberstleutnant und ein Major des Kommandos Spezialkräfte, KSK, zu einem Vorauskommando der US-Armee, das am 14. November 2001 in Afghanistan landete. Das gehe aus Unterlagen und Schilderungen damals Beteiligter hervor. Der Bundestag beschloss erst zwei Tage später mit knapper Mehrheit den umstrittenen Einsatz im Rahmen der Operation "Enduring Freedom", verbunden mit einer Vertrauensfrage des damaligen Bundeskanzlers Schröder. Ein Bekanntwerden der Vorabmission hätte nach Einschätzung mehrerer ehemaliger Politiker, darunter des damaligen Verteidigungsministers Scharping, die Abstimmung beeinflussen können.
Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Ein bewaffneter Auslandseinsatz bedarf grundsätzlich der vorherigen Zustimmung des Deutschen Bundestages. Nur bei Gefahr im Verzug kann die Bundesregierung Einsätze vorläufig anordnen; die Parlamentszustimmung ist dann unverzüglich nachzuholen.
Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
