Dienstag, 06. Dezember 2022

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c/o Pop und Convention 2017
„Wir sind das Trüffelschwein-Festival“

Seit dem Beginn der c/o pop 2004 in Köln hat sich der Festivalmarkt stark verändert: Die Konkurrenz unter den vielen Sommer-Events wird immer größer, gleichzeitig sind die Liveauftritte längst die Haupteinnahmequelle für Musiker. „Es ist ein harter Kampf“, so Geschäftsführer Norbert Oberhaus im Dlf.

Norbert Oberhaus im Corsogespräch mit Anja Buchmann | 29.07.2017

    Norbert Oberhaus von der Interactive Cologne und c/o pop, posiert am 21.05.2014 in Köln (Nordrhein-Westfalen) bei der "Next Level Party" im Rahmen der Medientreffen "Medienforum NRW" und "Interactive Cologne".
    Norbert Oberhaus von der Interactive Cologne und c/o pop. (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)
    Viele haben Köln Anfang der 2000er verlassen: Die Popkomm, Viva, die Spex - und alle gingen nach Berlin. Dennoch hat Norbert Oberhaus 2004 mit einigen Kollegen die erste c/o pop in Köln organisiert - damals noch als 17-tägiges Festival mit den Bands "Phoenix" und "Franz Ferdinand" als Hauptacts. "Es war eine Trotzreaktion" auf den Weggang der Popkomm, erzählte Oberhaus im Dlf.
    Musik-Fans warten auf die Eröffnung des Festivals c/o pop am Mittwoch (15.08.2007) in der Kölner Festivalzentrale. Das Festival zeigt aktuelle Trends der europäischen Popmusik. Bis Sonntag werden sich rund 200 Künstler in Konzerten und Clubnächten an verschiedenen Orten der Stadt präsentieren.
    Musik-Fans warten auf die Eröffnung des Festivals c/o pop. (Jörg Carstensen / dpa)
    Festival-Gigs sind begehrt
    Zu Beginn der c/o pop "war der Festival-Markt vielleicht ein Viertel so groß", erinnerte sich Norbert Oberhaus. Die Konkurrenz heute sei entsprechend hart, und große Festivals versuchten, die Auftritte ihrer Headliner für eine bestimmte Zeit und ein bestimmtes Gebiet per Gebietsschutz-Klausel zu begrenzen. Auch für Musiker sei es schwierig, an die begehrten Festival-Gigs zu kommen. Immerhin machten diese Gagen "bis zu Dreiviertel eines Jahreseinkommens" einer Band aus, so der c/o pop-Geschätsführer.
    Achtung Staatsgrenze! steht rot auf einem Schild geschrieben.
    Achtung Staatsgrenze! Wie Staaten haben auch Festivals ihre festen Gebiete. (imago/ Westend61)
    Kooperationen mit Marken
    "Brands & Music" heißt ein wichtiges Thema auf der diesjährigen Fachmesse c/o pop convention. Wie können Musikerinnen und Musiker bei Kooperationen mit Marken Geld verdienen, ohne sich dabei zu verbiegen? Auf der c/o pop convention werden aktuelle Möglichkeiten aufgezeigt und kontrovers diskutiert.
    Das Gespräch können Sie nach der Sendung mindestens sechs Monate lang als Audio-on-demand abrufen.