Handelskonflikt mit Kanada
Carney weist Trumps einseitige Umbenennung des Ontario-Sees zurück und betont indigene Wortherkunft

Kanadas Premierminister Carney hat die von US-Präsident Trump einseitig verkündete Umbenennung des Lake Ontario in "Lake America" zurückgewiesen. Seine Landsleute würden das Gewässer an der Grenze beider Länder für immer beim bisherigen Namen nennen. Zugleich verwies Carney darauf, dass der Begriff "Ontari'io" auf die indigene Bevölkerung zurückgehe und in deren Sprache "Der See ist schön, der See ist groß" bedeute.

    Toronto, Malerische Scarborough Bluffs mit Blick auf das Seeufer von Ontario
    US-Präsident Trump hat angeordnet, den Ontario-See in "Lake America" umzubenennen. (picture alliance / imageBROKER / elov)
    Auch sei der Name bereits über 400 Jahre alt, der See habe ihn also lange vor der Gründung der kanadischen Konföderation und vor der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten erhalten. Trump hatte die Umbenennung gestern per Dekret angeordnet.
    Hintergrund ist der Handelskonflikt beider Länder. Nach gescheiterten Verhandlungen hatte Kanada als Reaktion auf drastisch erhöhte US-Zölle mit Gegenzöllen reagiert. In der Folge bezeichnete Trump Kanada als den "schlechtesten Handelspartner überhaupt".
    Im vergangenen Jahr hatte der US-Präsident in einem ähnlichen Konflikt mit Mexiko zu einem vergleichbaren Schritt gegriffen. Er ließ den Golf von Mexiko einseitig in "Golf von Amerika" umbenennen.
    Diese Nachricht wurde am 28.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.