Der CDU-Außenpolitiker Röttgen sprach sich für die geplante Ukraine-Hilfe in Höhe von 12 Milliarden Euro aus. Mit dem Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle sei eine neue Dimension der russischen Aggression sichtbar geworden. Röttgen warf der AfD vor, an der Seite derer zu stehen, die Deutschland angriffen. Die SPD-Abgeordnete Dilcher räumte ein, dass sie sich mehr Geld für humanitäre Hilfe weltweit wünsche. Sie betonte, man dürfe nicht erst handeln, wenn Krisen an den eigenen Grenzen angekommen seien.
Der AfD-Haushaltspolitiker Kögel bemängelte, für Diplomatie stünden nur sechs Milliarden Euro zur Verfügung, während der Verteidigungsetat auf fast 110 Milliarden steige. Kögel sagte, es brauche kein Deutschland, das sich daran gewöhne, kriegstüchtig zu werden. Die Grünen-Abgeordnete Schäfer kritisierte, der Haushaltsentwurf verliere die Balance zwischen Verteidigungsfähigkeit und Außenpolitik aus den Augen.
Für das kommende Jahr sind Ausgaben von 5,9 Milliarden Euro für das Auswärtige Amt eingeplant. Das sind etwa 68 Millionen Euro weniger als in diesem Jahr. In der Generaldebatte am Vormittag hatte es einen Schlagabtausch zwischen der Regierung und der Opposition gegeben.
Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
