
Merz sagte im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks, die Bundespartei mische sich nicht in Landesangelegenheiten ein. Dennoch habe die CDU dort eine kluge und gute Entscheidung getroffen. Mit Blick auf die Grünen sagte Merz, die Union müsse sich nicht sagen lassen, dass sie anschlussfähig an die Grünen bleiben solle. Vielmehr müssten die Grünen anschlussfähig an die Realität bleiben, ansonsten hätten die Christdemokraten auch andere Koalitions-Optionen. Der hessische Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende Rhein hatte zuvor erklärt, dass seine Partei Koalitionsverhandlungen mit der SPD aufnehmen werde. Damit zeichnet sich nach zehn Jahren ein Ende der schwarz-grünen Landesregierung in Hessen ab. Bis Weihnachten soll ein Koalitionsvertrag ausgehandelt werden. Zu den Topthemen gehören die Migrationspolitik und die innere Sicherheit.
Die Entscheidung für die SPD begründete Rhein mit größeren Schnittmengen. Die Grünen seien bei den Sondierungsgesprächen zwar weit auf die CDU zugegangen. Am Ende habe es jedoch nicht gereicht. Der Grünen-Bundesvorsitzende Nouripour nannte die Entscheidung nicht nachvollziehbar.
Diese Nachricht wurde am 10.11.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
