
Der Gesetzentwurf sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk, doch Wachstumsimpulse würden damit nicht erzeugt. Viele Verbraucher hätten nichts von den Steuerentlastungen, weil durch die kalte Progression mehr Steuern für höhere Einkommen anfielen. Um das auszugleichen, seien mindestens acht Milliarden Euro nötig, die aus dem Gesamthaushalt gewonnen werden müssten, betonte Güntzler. Damit stützte er die Kritik von Wirtschaftsministerin Reiche am Entwurf von Finanzminister Klingbeil, SPD. Es sei allerdings nicht gut, dass diese Diskussion zwischen den Ministerien öffentlich geführt werde.
Die Steuerreformpläne wurden gestern vom Kabinett verabschiedet. Sie sehen eine Entlastung von rund zehn Milliarden Euro primär für Familien mit Kindern sowie Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen vor.
Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
