Bremer CDU-Chef Strohmann
CDU schaut immer noch mit "Brille von Westdeutschland" auf den Osten

Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat der Bremer CDU-Vorsitzende Strohmann seine Partei mit Blick auf die ostdeutschen Bundesländer zu einem Kurswechsel aufgerufen.

    Heiko Strohmann, Landesvorsitzender der CDU Bremen, spricht zu Beginn des Landesparteitages der Bremer CDU.
    Heiko Strohmann, Landesvorsitzender der CDU Bremen (picture alliance / dpa / Focke Strangmann)
    Strohmann stammt aus Rostock und wuchs in der DDR auf. Er sagte im Deutschlandfunk, man habe es nach der Wiedervereinigung versäumt, sich als gesamtdeutsche CDU um den Osten zu kümmern. Die Partei schaue immer noch mit der - Zitat - "Brille von Westdeutschland" auf den Osten. Man erlebe aber eine gesamtgesellschaftliche Veränderung des Parteiensystems. Wenn man als CDU so weitermache wie bisher, dann sehe er die Gefahr, dass man irgendwann untergehe.
    Die Kritik an Merz hatte nach der Niederlage der CDU und dem Erfolg der AfD in Sachsen-Anhalt wieder zugenommen. Rückendeckung erhielt der Kanzler von Hessens Regierungschef Rhein. Er sagte dem "Spiegel", das Land brauche jetzt keine Personaldiskussionen, sondern mutige Reformen. Ähnlich äußerte sich der CDU-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, Peters.
    Diese Nachricht wurde am 15.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.