
Der CDU-Wirtschaftsrat rief das Bundeskartellamt auf, den Kraftstoffmarkt genau zu überprüfen. Zugleich warnte der Lobbyverband vor staatlichen Eingriffen. Immer neue Tankrabatte oder Preisdeckel seien keine Lösung, hieß es. Der Automobilclub ADAC teilte mit, der neuerliche Anstieg des Ölpreises rechtfertige das Preisniveau an den Zapfsäulen nur teilweise. Der Tankstellen-Interessenverband brachte eine Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe ins Gespräch. Die Direktorin der Europäischen Zentralbank, Schnabel, nannte die Entwicklung der Energiepreise besorgniserregend. Öl, aber auch Gas und raffinierte Produkte wie Diesel hätten ein sehr hohes Preisniveau erreicht, sagte Schnabel. Sie deutete an, dass die EZB mit Blick auf die durch die Energiepreise angetriebene Inflation die Leitzinsen weiter erhöhen könnte.
Die Ölpreise sind aufgrund der unsicheren Lage am Persischen Golf weiter gestiegen. Der bundesweite Durchschnittspreis für Benzin erreichte gestern ein neues Allzeithoch. Auch die Literpreise für Diesel näherten sich dem im April erreichten Rekord an.
Diese Nachricht wurde am 14.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
