
Das mittlerweile bankrotte Unternehmen war der Sponsor des Olympischen Komitees und finanzierte auch Aktivitäten der polnischen Rechten. Die Ermittler werfen Piesiewicz vor, vom Betreiber der Kryptobörse eine Uhr im Wert von 40.000 Euro angenommen zu haben. Im Gegenzug soll er sich beim Vorsitzenden der Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde für den Unternehmer eingesetzt haben.
Es gibt noch einen weiteren Vorwurf gegen Piesiewicz, bei dem es um die Begünstigung einer Gruppe von Gläubigern zum Nachteil anderer geht. Er soll dafür gesorgt haben, dass ihm seine Anlage aus der Kryptobörse ausgezahlt wurde, während andere leer ausgingen. Piesiewicz bestreitet die Vorwürfe.
Ermittlungen gegen Unternehmen Zondacrypto wegen Geldwäsche und Betrugs
Zondacrypto ist in Polen schon seit längerem in den Schlagzeilen. Ein polnischer Geschäftsmann hatte das Unternehmen ursprünglich gegründet, um Kleinanlegern die Möglichkeit zu bieten, in Kryptowährungen zu investieren. 2022 verschwand der Gründer jedoch unter dubiosen Umständen. Sein Nachfolger soll sich nach Israel abgesetzt haben, nachdem das Unternehmen Liquiditätsprobleme angemeldet hatte. Kurz darauf mehrten sich Berichte, dass Anleger Probleme mit der Auszahlung hatten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugs und Geldwäsche, der Schaden wird auf mindestens 80 Millionen Euro geschätzt. Außerdem prüfen die Ermittler, ob Zondacrypto gegen das Gesetz verstieß, als es diverse Aktivitäten der polnischen Rechten finanzierte.
Diese Nachricht wurde am 29.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
