Sicherheitsrisiko
China verbietet als erstes Land versteckte Auto-Türgriffe

China verbietet als erstes Land versteckte Türgriffe an Autos. Als Grund werden Sicherheitsbedenken angeführt. Betroffen ist unter anderem der US-Hersteller Tesla. Nach den neuen Vorschriften dürfen Autos laut staatlichen Medien in China nur noch verkauft werden, wenn sie sowohl innen als auch außen über eine mechanische Entriegelung verfügen.

    Peking: Menschen fahren an einem Elektroauto vorbei, an dem ein versenkbarer Türgriff angebracht ist.
    China hat einen neuen Standard für versenkbarer Türgriffe veröffentlicht, die ab kommendem Jahr verboten sein sollen. (Johannes Neudecker / dpa / Johannes Neudecker)
    Dadurch soll garantiert werden, dass sich die Türen auch nach einem Unfall noch öffnen lassen.
    Die Änderung trete am 1. Januar 2027 in Kraft, hieß es. Bereits genehmigte Modelle müssten bis 2029 umgerüstet werden.

    Mehrere Unfälle

    Bekannt geworden waren die versteckten Türgriffe bei den Modellen des US-Autobauers Tesla. Sie gelten als elegant und aerodynamisch. Inzwischen verwenden zahlreiche Hersteller diese Bauart. In China sind sind sie inzwischen in mehr als jedem zweiten Elektroauto verbaut. Zuletzt häuften sich jedoch Unfälle, bei denen Helfer die Türen nicht öffnen konnte, um Insassen zu befreien.
    Die Autotüren werden unter normalen Umständen elektrisch geöffnet. Fällt die Stromversorgung jedoch zum Beispiel bei einem Unfall aus, müssen die Insassen im Auto mechanische Türöffner wie Hebel oder Seile finden und betätigen. Auch die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat deswegen eine Untersuchung eingeleitet.
    Diese Nachricht wurde am 03.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.