Medien
"Christ und Welt" wird endgültig eingestellt

Die Sonderseiten "Christ und Welt", die bisher von der Wochenzeitung "Die Zeit" veröffentlicht werden, sollen eingestellt werden. Das berichtet das Internetportal katholisch.de und beruft sich dabei auf eine Sprecherin des Zeit-Verlags.

    Zwei Männer sitzen an einem Tisch und bleick gemeinsam in eine aufgeschlagene Tageszeitung. Es handelt sich um die Zeitung "Christ und Welt". Das Foto stamm aus dem Jahr 2004.
    Die Ratsmitglieder der Synode der Evangelischen Kirche Peter Hahne (links) und Hermann Gröhe lesen auf der Synode im Jahr 2004 die Zeitung "Christ und Welt" (Archivbild vom November 2004). (picture-alliance / dpa / Peter Förster)
    Ende Oktober soll demnach die letzte Ausgabe von "Christ und Welt" erscheinen. Die Berichterstattung über religiöse und christliche Themen wolle man zwar fortführen, allerdings vor allem im Digitalen und auf den Seiten der Rubrik "Glauben und Zweifeln". Diese solle dafür künftig häufiger mit erweitertem Umfang in der Zeit zu finden sein. Die Redakteure von "Christ und Welt" sollen den Angaben zufolge in andere Ressorts der Wochenzeitung wechseln.

    Gründung 1948 als eigenständige Wochenzeitung

    Mit der Einstellung geht eine wechselvolle Geschichte der Zeitung zu Ende. 1948 wurde "Christ und Welt" als eigenständige Wochenzeitung gegründet und galt lange als einflussreiche, christlich-konservative Publikation.
    Bereits 1971 wurde "Christ und Welt" mit der "Deutschen Zeitung und Wirtschaftszeitung" zusammengelegt. 1980 verkaufte der Holtzbrinck-Verlag die Zeitung an die Deutsche Bischofskonferenz. Diese legte "Christ und Welt" dann mit der katholischen Wochenzeitung "Rheinischer Merkur" zusammen. 2010 wurde der "Rheinische Merkur" als eigenständige Zeitung eingestellt und der Zeit-Verlag übernahm "Christ und Welt".
    Seitdem liegt der Wochenzeitung "Die Zeit" eine sechsseitige, redaktionell unabhängige Beilage mit dem Titel "Christ und Welt" bei. Diese Beilage ist allerdings nicht im Einzelhandel erhältlich, nur Abonnenten der Zeit sowie die bisherigen Abonnenten des "Rheinischen Merkur" bekommen sie.
    Diese Nachricht wurde am 05.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.