
Im Februar hatte das Modell demnach noch keinen Anteil an solchen Aufgaben. In rund 90 Prozent der Forschungs- und Entwicklungsarbeit arbeitet Claude laut Anthropic mit. Vollständig autonom arbeitet es bislang nicht.
Anthropic bezeichnete die Entwicklung als wichtige Kennzahl für die sogenannte rekursive Selbstverbesserung - die Fähigkeit eines KI-Modells, eigenständig an seinem Nachfolger mitzuwirken. Das Unternehmen warnte zugleich, je stärker Modelle ihre eigene Entwicklung beschleunigten, desto schwieriger könne es für Menschen werden, solche Systeme zu verstehen und zu kontrollieren.
Transparenz von anderen Entwicklern gefordert
Anthropic forderte andere KI-Entwickler auf, vergleichbare Kennzahlen regelmäßig offenzulegen. So könne besser nachvollzogen werden, wie nah die führenden Unternehmen an einer solchen Selbstverbesserung seien. "Wir sollten alles in unserer Macht Stehende tun, um die Kluft zwischen dem, was führende KI-Labore wissen, und dem, was die Öffentlichkeit weiß, zu minimieren", erklärte das Unternehmen in einem Blogbeitrag.
Anthropic zufolge waren im August rund 30.000 KI-Agenten für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben im Einsatz. Das Tech-Unternehmen verwies dabei auf Kontrollmechanismen zur Überwachung dieser Systeme und kündigte externe Prüfer für seine Sicherheitsmaßnahmen an.
Zuletzt hatten Anthropic-CEO Dario Amodei und weitere Vertreter der Branche Bedenken über das Tempo der KI-Entwicklung geäußert und sich für eine Verlangsamung ausgesprochen. Andere Tech-Unternehmer und US-Präsident Trump lehnen solche Forderungen ab.
Diese Nachricht wurde am 18.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
