Medienberichte
CSD-Attentäter war wohl schon seit Wochen als islamistische Hochrisiko-Person eingestuft

Der mutmaßliche CSD-Attentäter ist Medienrecherchen zufolge seit Wochen als islamistische "Hochrisiko-Person" von den Sicherheitsbehörden eingestuft gewesen.

    Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sprechen mit Personen neben einem Zelt nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD).
    Die Polizei hat den mutmaßlichen Attentäter vom CSD erschossen. Der Tatverdächtige war den Behörden bekannt. (picture alliance / dpa / Fabian Sommer)
    Wie NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung berichteten, geht die Bewertung auf ein Analysetool des Bundeskriminalamts zurück. Zudem sei seine Wohnadresse durch eine Kamera überwacht worden. Am Samstagabend habe sie um 20.58 Uhr aufgezeichnet, wie der 21-Jährige das Haus verließ. Rund eine Stunde später beging er den bisherigen Erkenntnissen zufolge den Anschlag. Eine Frau aus Polen starb, 29 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Gestern Abend wurde der Verdächtige dann bei einem Polizeieinsatz erschossen.
    Unterdessen zog das Amtsgericht Tiergarten Kritik auf sich. Es hatte den mutmaßlichen Täter vor kurzem auf freien Fuß gesetzt. In der Politik war von einer katastrophalen Entscheidung und einem tödlichen Fehler die Rede. Der Mann hatte versucht, sich der Terrorgruppe IS anzuschließen. Nach längerer Untersuchungshaft wurde er im Mai zu 22 Monaten Jugendstrafe verurteilt – auch wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.
    Diese Nachricht wurde am 27.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.