"Unerwünschte Organisation"
DAAD stellt seine Arbeit in Russland ein

Der Deutsche Akademische Austauschdienst muss seine Arbeit in Russland einstellen. Präsident Mukherjee sagte, nach der Einstufung zur unerwünschten Organisation sehe man sich dazu gezwungen. Die vom Justizministerium verhängte Maßnahme kommt einem Betätigungsverbot gleich.

    Der Sitz der Zentrale des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD)
    Der Sitz des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Bonn (Thomas Banneyer/dpa)
    Russische Staatsbürger, die mit dem DAAD Kontakt haben, riskieren eine strafrechtliche Verfolgung. Bundesaußenminister Wadephul nannte das Vorgehen einen Schlag gegen die Wissenschaftsfreiheit. Russland schaffe bewusst eine Atmosphäre der Angst und der Isolation. Der CDU-Politiker forderte die russische Führung auf, die Einstufung zurückzunehmen.

    Noch 200 russische DAAD-Stipendiaten in Deutschland

    Der DAAD hat seit 2022 - mit Beginn des Großangriffs auf die Ukraine - keine deutschen Stipendiaten mehr nach Russland entsandt. Russen stand der Weg an deutsche Hochschulen aber weiterhin offen. Nun wird das Auswahlverfahren für Stipendiaten in Moskau gestoppt.
    Nach DAAD-Angaben studieren derzeit noch etwa 200 russische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit einem Stipendium in Deutschland. Insgesamt seien an deutschen Hochschulen 10.500 Russen eingeschrieben.
    Diese Nachricht wurde am 13.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.