Vor Berlin-Wahl
Dachverband der DDR-Opfer kritisiert Linken-Forderung nach Enteignung

Der Vorsitzende des Dachverbands der DDR-Opfer, Dombrowski, kritisiert die Forderung der Berliner Linken nach Enteignung von Wohnungskonzernen.

    Dieter Dombrowski geht durch einen alten DDR-Gefängnistransporter. Man sieht unter anderem Gitter und Türen.
    Dieter Dombrowski bei der Besichtigung eines ehemaligen DDR-Gefängnistransporters. (dpa / picture alliance / Jörg Carstensen)
    Die Folgen von Verstaatlichungen habe man vor 1989 in ganz Osteuropa und der DDR sehen können, sagte der frühere CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Mit Ausnahme von Neubauten seien Wohnungen damals in einem jämmerlichen Zustand gewesen. Deshalb sei die Forderung nach Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen auch aus historischen Gründen falsch. So seien Verstaatlichungen der Weg zum Sozialismus, sagte der Chef der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft weiter. Sozialismus mache nicht alle gleich, aber alle gleich arm.
    In Berlin wird am 20. September das Abgeordnetenhaus neu gewählt. Die SPD als möglicher Koalitionspartner der Linken lehnt Enteignungen ab.
    Diese Nachricht wurde am 27.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.