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DatenschutzWie Staat und Wirtschaft den Bürger ausspähen

Staat und Wirtschaft sind an persönlichen Daten so interessiert wie nie zuvor. Wenn es um dieses "Datengold" geht, steht so der Persönlichkeitsschutz in vielen Fällen nur noch auf dem Papier. Datenschützer protestieren.

Von Ulrich Gineiger | 30.09.2017

Bodenaufkleber weisen am 01.08.2017 im Bahnhof Südkreuz in Berlin auf Erkennungsbereiche zur Gesichtserkennung hin.
Das Pilotprojekt zur Gesichtserkennung am Bahnhof Südkreuz in Berlin ist umstritten. (dpa-Bildfunk / Jörg Carstensen)
Beispiel Berlin, Bahnhof Südkreuz: Hier erfasste eine automatische Gesichtserkennung die Passanten. Für den Bundesinnenminister ist dies mit dem Rechtsstaat vereinbar, doch Datenschützer fordern, das Pilotprojekt abzubrechen.
Oder: In Neuwagen wird das Fahrverhalten automatisch erfasst und an Hersteller weitergeleitet. Wirkt der Fahrer müde, fordert ihn eine Automatenstimme auf, anzuhalten. Aber: Der Autobauer BMW, der mit dem Slogan "Freude am Fahren" wirbt, interessiert sich laut ADAC selbst für die Musik auf den CDs, die auf der Fahrt gehört werden.
Auch das Smartphone und unzählige Apps darauf sind behilflich, seine Nutzer zu überwachen.
Wie kann man sich vor diesem neuen Ausmaß an Bespitzelung schützen?