Landtagswahl
Debatte über Rolle der Medien nach AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird auch über die Rolle von Medien diskutiert.

    Blick auf das gläserne MDR-Landesfunkhaus in Magdeburg. Davor blaue Flaggen mit der Aufschrift "mdr Sachsen-Anhalt"
    Die AfD will die Medienstaatsverträge für Sachsen-Anhalt kündigen - davon wäre auch der MDR in dem Bundesland betroffen. (picture alliance / Joko )
    Die Europäische Rabbinerkonferenz erklärte, die Medien müssten sich fragen, ob sie nicht zur Stärkung der AfD beigetragen hätten. Die Partei sei über Monate zum Mittelpunkt gemacht und jede Provokation verstärkt worden. Der Stuttgarter Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider sieht Medien mitverantwortlich für den aktuellen negativen Gemütszustand vieler Menschen. Er betonte, Journalisten sollten Missstände benennen, aber zusätzlich auch über Lösungsmöglichkeiten berichten.
    Der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, Siegmund, bekräftigte den Plan seiner Partei, den Medienstaatsvertrag für das Bundesland zu kündigen. Seiner Meinung nach sorgten auch kritische Berichte das gute AfD-Wahlergebnis. Die Organisation Reporter ohne Grenzen warnte, durch das Kündigen des Medienstaatsvertrags werde nicht bloß Kritik geübt, sondern eine zentrale Infrastruktur der demokratischen Öffentlichkeit angegriffen.
    Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.