
Die Europäische Rabbinerkonferenz erklärte, die Medien müssten sich fragen, ob sie nicht zur Stärkung der AfD beigetragen hätten. Die Partei sei über Monate zum Mittelpunkt gemacht und jede Provokation verstärkt worden. Der Stuttgarter Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider sieht Medien mitverantwortlich für den aktuellen negativen Gemütszustand vieler Menschen. Er betonte, Journalisten sollten Missstände benennen, aber zusätzlich auch über Lösungsmöglichkeiten berichten.
Der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, Siegmund, bekräftigte den Plan seiner Partei, den Medienstaatsvertrag für das Bundesland zu kündigen. Seiner Meinung nach sorgten auch kritische Berichte das gute AfD-Wahlergebnis. Die Organisation Reporter ohne Grenzen warnte, durch das Kündigen des Medienstaatsvertrags werde nicht bloß Kritik geübt, sondern eine zentrale Infrastruktur der demokratischen Öffentlichkeit angegriffen.
Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
