Nach Protest gegen AfD
Debatte um Polizeieinsatz und Gewalt

Nach den Protesten Zehntausender Menschen gegen die Gründung einer neuen AfD-Jugendorganisation in Gießen läuft eine Debatte über den Einsatz der Polizei.

    Hessens Innenminister Poseck, CDU, wertete den Großeinsatz als Erfolg und beonte, sonst wäre es in Gießen zu schwersten Gewalttaten und bürgerkriegsähnlichen Zuständen gekommen.
    Der Polizeieinsatz rund um die AfD-Veranstaltung zählte mit bis zu 5.000 Beamten zu den größten in Hessen überhaupt. Demonstrationen verschiedener Veranstalter gegen die AfD verliefen nach Angaben der Polizei überwiegend friedlich. An einigen Orten kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei.
    Ein Anwalt, der Demonstranten aus dem Bündnis "Widersetzen" vertritt, sprach von Polizeigewalt und nannte das Vorgehen unverhältnismäßig. Innenminister Poseck erklärte dagegen, das Bündnis agiere bewusst außerhalb des geltenden Rechts. Gewalttaten und Rechtsbrüche schadeten der Demokratie und nutzten der AfD.
    Nach Angaben der Polizei wurden zehn Beamte leicht verletzt. Zu verletzten Demonstranten liegen bisher keine Zahlen vor.
    Diese Nachricht wurde am 30.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.