Wirtschaft
Deka-Chefvolkswirt Kater fordert Kurswechsel in der Finanzpolitik

Der Chefvolkswirt der Deka-Bank, Kater, fordert einen Kurswechsel in der Finanzpolitik zahlreicher Länder.

    Ulrich Kater sitzt im dunklen Jacket und hellen Hemd an seinem Schreibtisch und dreht sich zur Kamera.
    Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka-Bank (IMAGO / rheinmainfoto / IMAGO)
    Viele von ihnen könnten ihre Vorhaben nicht mehr durch Steuermittel und Gebühren finanzieren und nähmen deshalb neue Schulden auf, sagte er im Deutschlandfunk . Doch steigende Renditen bei diesen Staatsanleihen seien ein ernstes Warnsignal. Kater verwies darauf, dass die Zinsen mit etwa drei bis fünf Prozent derzeit eigentlich historisch gesehen nicht besonders hoch seien. - Hohe Zinsen beim Kauf von Staatsanleihen bedeuten, dass der ausgebende Staat entsprechend mehr Geld für die Tilgung des Darlehens aufbringen muss.
    Kater äußerte jedoch die Erwartung, dass es in absehbarer Zeit nicht zu einer erneuten weltweiten Krise des Finanzsystems kommen werde. Dafür hätten die Länder mit den etablierten Währungen wie US-Dollar, Euro oder Yen zu viele Möglichkeiten, ihre Schulden zurückzuzahlen, sagte der Chefvolkswirt.
    Diese Nachricht wurde am 05.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.