Initiative
Gewalt an Frauen: Demonstration in Berlin-Schöneberg für mehr Plätze in Frauenhäusern

In Berlin haben Mitarbeitende von Anti-Gewalt-Projekten mehr Plätze in Frauenhäusern gefordert.

    Teilnehmer der Kundgebung gegen Feminizide stehen in Schöneberg vor dem Rathaus Schöneberg und halten ein Transparent mit der Aufschrift "Aktion Rote Schuhe - Stoppt Femizide". Rote Schuhe gelten weltweit als Symbol für Gewalt an Frauen.
    Bei der Kundgebung in Schöneberg wurden auch rote Schuhe aufgestellt, als Symbol für Gewalt an Frauen. (Soeren Stache / dpa / Soeren Stache)
    Nach Angaben der Veranstalter kamen bis zu 90 Menschen vor dem Rathaus Schöneberg zusammen. Sie protestierten gegen Missstände in Frauenhäusern und Beratungsstellen, wie die Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen mitteilte. Außerdem gedachten sie einer getöteten und sowie einer verletzten Frau, die vor den Taten keinen Platz in Frauenhäusern bekommen hatten.
    Wie die Initiative beklagte, müsse täglich 10 bis 15 Frauen und ihren Kindern in Berlin abgesagt werden. Nach den Vorgaben der sogenannten Istanbul-Konvention fehlten in der Hauptstadt mehr als 450 Schutzplätze für von Gewalt betroffene Frauen. In ganz Deutschland fehlten nach internationalen Maßstäben rund 12.000 Plätze, berichtet der Verein Frauenhauskoordinierung.
    Diese Nachricht wurde am 05.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.