Dienstag, 16. August 2022

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Depression und Burnout

Die Stimmung ist gedrückt, Ängste drängen in die Gedanken, jede Handlung erfolgt wie gegen einen bleiernen Widerstand. Von diesen typischen Anzeichen einer Depression sind aktuell fünf Prozent der Bevölkerung betroffen. Jeder Zehnte macht mindestens einmal im Leben eine akute, behandlungsbedürftige Depression durch.

Moderation: Carsten Schroeder und Christian Floto | 03.05.2011

    Wenn sich zum Stimmungstief noch das Gefühl des "Ausgebrannt-seins" gesellt, dann sprechen Ärzte vom Burnout Syndrom. Diese Erkrankung ist nach Ansicht einiger Experten eine Form der Depression, beide Erkrankungen können auch ineinander übergehen. Burnout-Patienten arbeiten oft in helfenden Berufen, sind extrem engagiert bis zur Selbstaufgabe und bemerken lange Zeit nicht, dass sie sich in einer Stress-Spirale befinden. Oft äußert sich ihr Leiden zunächst in körperlichen Symptomen wie Schwindel, Herzrasen oder Schlafstörungen.

    Burnout und Depression sind ernst zu nehmende, schwere Erkrankungen, die aber erfolgreich behandelt werden können. Verschiedene psychotherapeutische Verfahren stehen zur Verfügung, auch Medikamente aus der Gruppe der Antidepressiva helfen nachweislich, insbesondere bei schwerer Depression.

    Wie erkennt man Depression und Burnout? Was sind die Ursachen? Und welche modernen Therapien stehen zur Verfügung? Die Sprechstunde berichtet live aus der LWL-Klinik Münster, die auf psychische Erkrankungen spezialisiert ist und eine eigene Depressionsstation unterhält. Experte am Mikrofon: Prof. Dr. Thomas Reker, ärztlicher Direktor der der Klinik.

    Link:

    Live aus der LWL-Klinik Münster


    Schwerpunkt "Seelische Gesundheit":

    Von der Stressfalle in den Psycho-Workshop
    Programmschwerpunkt "Seelische Gesundheit" im Deutschlandfunk

    Jeder zweite Deutsche, da sind sich Psychologen und Psychiater sicher, erleidet mindestens einmal im Leben eine psychische Krankheit. Aber weil niemand gerne darüber spricht, aus Angst und Scham, ist die Dunkelziffer kaum abzuschätzen.