Frankreich
Ex-UEFA-Präsident Platini zeigt FIFA-Chef Infantino an

Der Präsident des Weltfußballverbands, Infantino, sieht sich einer Strafanzeige ausgesetzt.

    Infantino und Platini sitzen 2014 bei einer Pressekonferenz.
    Michel Platini (r.) zeigt Gianni Infantino an (dpa)
    Erstattet wurde sie in Frankreich vom früheren Präsidenten der Europäischen Fußball-Union UEFA, Platini. Wie dessen Anwälte mitteilten, richtet sich die Strafanzeige außerdem gegen fünf frühere Schweizer Justizbeamte und Fußballfunktionäre. Platini strebt ferner eine Zivilklage gegen die FIFA an.
    Er galt einst als Favorit für die Nachfolge des damaligen FIFA-Präsidenten Blatter. Beide mussten jedoch zurücktreten, als sie 2015 wegen einer Zahlung der FIFA in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken an Platini ins Visier der Justiz gerieten. Dadurch ist der Weg für Infantino freigeworden, der 2016 zum FIFA-Präsidenten gewählt wurde. Platini vermutet eine Verschwörung, unter anderem mit falschen Anschuldigungen und unzulässiger Einflussnahme auf die Justiz. Platini und Blatter wurden Jahre später freigesprochen. Die FIFA weist die Vorwürfe zurück.
    Ausführliche Informationen zu diesem Streit finden Sie in unserem aktuellen, fünfteiligen Podcast: "Behind the Games – FIFA-Präsident Gianni Infantino" von den DLF-Sportredakteuren Matthias Friebe und Maximilian Rieger.
    Diese Nachricht wurde am 09.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.