Taliban-Herrschaft
Deutliche Zunahme von Auspeitschungen in Afghanistan Millionen Menschen leiden Hunger

In Afghanistan werden nach Angaben von Menschenrechtlern mehr Menschen ausgepeitscht.

    Ein Sicherheitsbeamter der Taliban steht Wache im Jahr 2026, während Männer in Herat/Afganistan ein Gebet sprechen.
    Fünf Jahre Taliban und die Zahl der Auspeitschungen hat stark zugenommen (Archivbild). (AFP / Mohsen Karimi)
    Von 2024 bis 2025 hätten sich Fälle der drakonischen Strafe nahezu verdoppelt auf mehr als eintausend, teilte die Afghanistan Human Rights and Democracy Organization in Kanada mit. Viele Opfer würden auf Sportanlagen und öffentlichen Plätzen ausgepeitscht. Die Machthaber begründeten ihr Vorgehen oft mit angeblich außerehelichen Beziehungen, Sexualdelikten und Homosexualität. Afghanistan wird seit fünf Jahren von der islamistischen Terrorbewegung Taliban beherrscht. Laut dem Welternährungsprogramm leiden inzwischen fast 14 der 45 Millionen Afghanen an Hunger. Einer Million Minderjährigen droht nach Angaben des Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF der Hungertod.
    Am Flughafen Leipzig/Halle protestierten rund 50 Menschen gegen Abschiebungen nach Afghanistan. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, hob heute eine Maschine mit 23 Männern Richtung Kabul ab. Es sollen ausnahmslos Straftäter gewesen sein. Minister Dobrindt (CSU) hatte jüngst erklärt, künftig würden auch andere Ausreisepflichtige rückgeführt.
    Diese Nachricht wurde am 26.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.