Bevölkerungsschutz
Deutsche Allianz Klimawandel sieht Deutschland schlecht vorbereitet auf Hitzewellen

Die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit hält Deutschland nicht ausreichend für hohe Temperaturen gerüstet. Der Vorsitzende Martin Herrmann sagte, Deutschland sei nach wie vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet.

    Eine Frau steht vor einem sich drehenden Ventilator.
    Eine Frau vor einem Ventilator (Symbolbild) (imago / Anadolu Agency)
    Studien zeigten, dass bei einem Hitzedom, also bei länger anhaltenden, sehr hohen Temperaturen, Zehntausende Todesfälle möglich seien. Herrmann verlangt, den Hitzeschutz in der Katastrophen- und Krisenvorsorge zu verankern. Beispielsweise bräuchte es größere gekühlte Liegenschaften, um Pflegeheime bei extremer Hitze evakuieren zu können.
    Herrmann räumte ein, dass das Verständnis für die Gefahr und den Hitzeschutz gestiegen sei. Allerdings mangele es an einer konsistenten Umsetzung und Investitionen in Schutzmaßnahmen. Dabei gehe es etwa um die Stadtentwicklung und die Begrünung von Flächen und Fassaden.

    3.000 Hitzetote pro Sommer

    Vor zwei Jahren hatte der damalige Gesundheitsminister Lauterbach einen nationalen Hitzschutzplan vorgestellt. In den Sommern 2023 und 2024 starben laut Umweltbundesamt jeweils rund 3.000 Menschen an den Folgen hoher Temperaturen.
    Die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit ist ein Netzwerk von Organisationen und Verbänden aus dem Gesundheitsbereich. Der Verein will auf die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit aufmerksam machen.
    Wie hohe Temperaturen der Gesundheit schaden, erfahren Sie hier.
    Diese Nachricht wurde am 22.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.