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Deutsche Fußball-Liga"Das höchste Gut ist die Integrität des Wettbewerbs"

Am 4. Dezember tagt die Deutsche Fußball-Liga in Frankfurt am Main. DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig spricht im Deutschlandfunk über die anstehenden Themen Torlinientechnik und die 50+1 Regel.

Andreas Rettig im Gespräch mit Moritz Küpper | 30.11.2014

Im März wurde der Antrag zur Einführung der Torlinientechnik abgelehnt. Am 4. Dezember kommt es zu einer erneuten Abstimmung, nachdem der FC Bayern München einen Antrag gestellt hat. Der Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga Andreas Rettig sagte im Deutschlandfunk es werde darüber abgestimmt, ob die Technik dann zum 1. Juli 2015 eingeführt werde. Dabei stimmen allerdings dieses Mal nur die Vereine der ersten Fußball-Bundesliga ab.
Rettig sagte, dass man nichts dem Zufall überlassen wolle und alle 18 Stadien vermessen habe. Die Stadionbesichtigung erfolgte mit den drei Anbietern der Torlinientechnik, die bereits ihre Angebote eingereicht haben.
Man wisse deutlich mehr als noch im März und es zeichne sich ab, dass sich das Abstimmungsergebnis von 9:9 nicht wiederholen werde. Es müsse eine zwei-Drittel Mehrheit herrschen, damit der Antrag angenommen werde.
Im Fall RB Leipzig zeigte sich Rettig zuversichtlich. Zwei von drei Auflagen seien bereits erfüllt. Was die Mitbestimmung und Mitwirkung angehe, müsse es eine Veränderung in der Satzung geben, dann ist alles formal in Ordnung. Grundsätzlich gelte: "Jeder Investor ist herzlich willkommen, aber er muss sich an die Spielregeln halten." Denn das wichtigste und vor allem "das höchste Gut ist die Integrität des Wettbewerbs."
Im Bezug auf die Situation und Machtverhältnisse in der Liga, sieht sich Rettig nicht in der Verantwortung. Es sei nicht die Aufgabe der DFL den Spielern des FC Bayern Gewichte auf den Rücken zu legen, damit sie nicht so schnell laufen können.