Den Haag
Deutsche Rüstungsexporte nach Israel vor UNO-Gericht

Der Internationale Gerichtshof befasst sich heute erneut mit den deutschen Rüstungsexporten nach Israel.

    Zu sehen ist ein historisches Gebäude mit einem Turm und einem Hauptbau mit rötlicher Fassade.
    Der internationale Gerichtshof hat seinen Sitz im Friedenspalast in Den Haag. (picture alliance / Daniel Kalker)
    Geklagt in Den Haag hatte Nicaragua wegen einer wie es heißt "Beihilfe zum Völkermord". Die Rüstungsexporte verletzten die Genozid-Konvention, da sie von Israel für Angriffe im Gazastreifen genutzt worden seien. Die Bundesregierung weist die Vorwürfe als haltlos zurück und vertritt zudem die Auffassung, dass das Gericht in dieser Sache gar nicht befugt ist. So sei Israel selbst keine Partei in dem Verfahren. Im Jahr 2024 war ein Eilantrag Nicaraguas in Den Haag abgewiesen worden. Laut der damaligen Begründung musste Deutschland seine Rüstungsexporte nach Israel nicht umgehend stoppen.
    Zugleich waren die Richter damals der Forderung Deutschlands nicht nachgekommen, die Klage Nicaraguas in Gänze abzuweisen. 
    Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.