Bilanz
Deutsche Schwimmer holen 32 EM-Medaillen in Paris

Das deutsche Schwimmteam hat die Europameisterschaft in Paris mit 32 Medaillen beendet. Es liegt damit nach allen 76 Wettbewerben auf dem vierten Platz des Medaillenspiegels.

    Johannes Liebmann während eines Rennens im Schwimmbecken
    Johannes Liebmann gewann in Weltrekordzeit. (picture alliance / Insidefoto / Andrea Staccioli / Deepbluemedia)
    Die Endtabelle wird angeführt vom britischen Team, das lediglich 26 Podestplätze erreichte, davon aber 14 Mal ganz oben stand. Auf Platz 2 landeten die Schwimmerinnen und Schwimmer aus Italien mit insgesamt 43 Medaillen, darunter 13 goldene. Auf dem dritten Rang endete das Neutrale Team mit Athleten aus den sanktionierten Staaten Russland und Belarus mit 32 Medaillen.

    Fünf Medaillen auf fünf Strecken

    Die deutschen Schwimmer holten neun Mal Gold, elf Mal Silber und zwölf Mal Bronze. Allein fünf Medaillen steuerte Isabel Gose bei. Sie gewann zwei Goldmedaillen im Freiwasser und jeweils eine Silbermedaille über 400, 800 und 1500 Meter Freistil. Die 24-Jährige sagte: "Fünf Strecken, fünf Medaillen - ich kann mich wirklich nicht beschweren." Sie ist die erste Schwimmerin aus Deutschland seit 20 Jahren, die bei einer Europameisterschaft fünf Mal auf dem Podest stand.

    Ein Weltrekord, ein Europarekord

    Auch Johannes Liebmann sorgte für Schlagzeilen. Er gewann über 1500 Meter Freistil Gold und stellte einen neuen Weltrekord auf. Der 19-Jährige schwamm die Distanz in 14 Minuten und 26 Sekunden. Zuvor hatte er schon über 800 Meter Gold geholt und einen neuen Europarekord aufgestellt.
    Der Leistungssportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbands, Christian Hansmann, sagte, der Schub dieser Europameisterschaft solle natürlich Richtung LA gehen. In Los Angeles finden in zwei Jahren die Olympischen Spiele statt.
    Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.