
Netflix hatte Verträge überarbeitet und wollte Stimmaufnahmen für KI-Trainingszwecke nutzen, ohne dafür eine zusätzliche Vergütung zu zahlen. Die Synchronsprecher-Branche sieht sich dadurch nicht nur finanziell ungerecht behandelt, sondern auch in ihrer Existenz bedroht. Kritiker warnen, dass mit den Aufnahmen täuschend echte Stimmkopien erzeugt werden könnten, die später ohne Mitwirkung oder Kontrolle der Sprecher verwendet werden.
In einem Schreiben, das dem BR vorliegt, beschwichtigt Netflix. Weder seien digitale Abbilder noch KI-generierte Stimmen aus echten Stimmen geplant, ohne gesonderte Zustimmungen einzuholen. Was der Netflix-Boykott der deutschen Sprecher genau bedeutet, ist noch nicht absehbar.
Diese Nachricht wurde am 30.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
