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Statistisches Bundesamt
Deutsche Wirtschaft in die Rezession abgerutscht - Scholz verbreitet dennoch Zuversicht - Opposition gibt Regierung Mitschuld

Die deutsche Wirtschaft ist nun doch in eine Rezession gerutscht.

25.05.2023
    Die Fotomontage zeigt ein Verkehrsschild mit einem Pfeil nach unten und dem Schriftzug "Rezession", im Hintergrund sind Schiffscontainer zu sehen.
    Deutsche Wirtschaft ist in der Rezession. (IMAGO / Sven Simon / IMAGO / FrankHoermann / SVEN SIMON)
    Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt von Januar bis März um 0,3 Prozent zum Vorquartal und damit das zweite Vierteljahr in Folge. Es revidierte damit seine ursprüngliche Schätzung von Ende April, die noch eine Stagnation ergeben hatte. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge wird von einer technischen Rezession gesprochen. Insbesondere sinkende Konsumausgaben bremsten die Wirtschaftsleistung.
    Bundeskanzler Scholz betonte in Berlin, die Aussichten der deutschen Wirtschaft seien sehr gut. Er verwies unter anderem auf den Ausbau des Ökostroms und die Investitionen in Batterie- und Chipfabriken. Bundesfinanzminister Lindner betonte, es brauche jetzt eine wirtschaftspolitische Zeitenwende. CDU-Chef Merz sprach von einem Weckruf. Die Politik der Bundesregierung sorge dafür, dass viele Unternehmen an der Zukunft des Standort Deutschlands zweifelten. Unions-Fraktionsvize Spahn sagte, ein Wirtschaftswunder werde nicht vom Himmel fallen. Nötig seien weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und planbar niedrige Energiepreise. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Weidel betonte, die Rezession sei politisch gemacht.
    Diese Nachricht wurde am 25.05.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.