Auszeichnung
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband: Wichtiger Audiopreis wird dieses Jahr nicht vergeben

Der frühere "Hörspielpreis der Kriegsblinden" - der inzwischen "Deutscher Preis für Audiostories" heißt - wird dieses Jahr nicht vergeben. Das teilte der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband mit.

    Das Foto zeigt die Preisträgerinnen und Preisträger des "Deutschen Preises für Audio-Stories" im Jahr 2025.
    Der "Deutsche Preis für Audiostories" ist ein wichtiger Preis für Hörspiele und Podcasts. (Fabian Strauch)
    Zur Begründung heißt es, man sei nicht in der Lage, die alleinige Trägerschaft der Auszeichnung zu übernehmen. Zitat: "Der Verband kann die Veranstaltung ohne weitere Partner weder finanziell noch personell umsetzen".
    Hintergrund ist den Angaben zufolge der "Ausstieg" der Film- und Medienstiftung NRW, die den Preis seit 30 Jahren mitgetragen hatte. Die Stiftung ziehe sich aus der Trägerschaft und aus der Umsetzung des Preises zurück, hieß es. Der Verband hatte bereits im Mai dem Evangelischen Pressedienst mitgeteilt, dass die Filmstiftung den Kooperationsvertrag fristgerecht gekündigt habe. Damals war noch offen, ob der Preis dieses Jahr verliehen wird.

    Filmstiftung: Fördern den Preis auch weiterhin

    Auch die Filmstiftung betonte bereits damals gegenüber dem epd, dass künftig der Blinden- und Sehbehindertenverband den Preis federführend ausrichten werde. Allerdings bleibe man der Auszeichnung "weiterhin eng als Förderer und Partner verbunden". Gemeinsames Ziel sei es, die Sichtbarkeit des Preises weiter auszubauen. Die Filmstiftung unterstrich, man sehe "keineswegs einen Rückzug aus dem Preis" - sondern eine gemeinsame Weiterentwicklung.
    Der Blinden- und Sehbehindertenverband ist nach eigenen Angaben inzwischen aber dennoch "aktiv auf der Suche nach interessierten Partnern". Das Ziel ist, dass es 2027 möglichst wieder eine Preisverleihung gibt.

    2025 erstmals in drei Kategorien

    Der "Hörspielpreis der Kriegsblinden" wurde seit 1952 jedes Jahr verliehen, "für ein von einem deutschsprachigen Sender konzipiertes und produziertes Original-Hörspiel, das in herausragender Weise die Möglichkeiten der Kunstform realisiert und erweitert".
    Die Auszeichnung wurde seit 1994 gemeinsam von der Film- und Medienstiftung NRW und dem DBSV getragen. Im Jahr 2025 wurde der Preis in "Deutscher Preis für Audiostories" umbenannt und erstmals in drei Kategorien vergeben: "Innovatives oder künstlerisches Hörspiel", "Fiktionaler Podcast" und "Dokumentarischer Podcast".
    Diese Nachricht wurde am 25.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.