Wohnungslosigkeit
Deutsches Institut für Menschenrechte warnt vor Kürzungen beim Wohngeld

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, die geplanten Kürzungen beim Wohngeld und in der Jugendhilfe zurückzunehmen.

    Ein noch nicht ausgefüllter Antrag auf Wohngeld
    Ein Antrag auf Wohngeld (Symbolbild) (picture alliance / Flashpic / Jens Krick)
    Die Einschnitte würden dazu führen, dass mehr Menschen ihre Wohnung verlören, erklärte die Organisation in Berlin. Damit würde das Ziel der Bundesregierung, Wohnungslosigkeit bis 2030 zu überwinden, in unerreichbare Ferne rücken. Das Wohngeld sei für viele Menschen entscheidend, um ihre Kosten zu tragen, hieß es weiter. Würde die Leistung gekürzt, müssten sie an anderer Stelle sparen, etwa bei Lebensmitteln, Winterschuhen oder Schulheften. Das Institut wird vom Deutschen Bundestag finanziert.
    In der Haushaltsdebatte verteidigte Bundesbauministerin Hubertz geplante Kürzungen gegen Kritik aus der Opposition. Die Änderungen seien mit Blick auf die nötige Konsolidierung der einzig gangbare Weg gewesen, sagte sie.
    Wohngeld zählt zu den Sozialleistungen, liegt auf Bundesebene aber im Ressort des Bauministeriums.
    Diese Nachricht wurde am 10.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.