Kooperation mit Afghanistan
Deutschland lässt mehr diplomatische Vertreter der Taliban-Führung einreisen - Hilfe bei Abschiebungen

Die Bundesregierung will weitere diplomatische Vertreter der international nicht anerkannten Taliban-Regierung Afghanistans nach Deutschland einreisen lassen.

    Schild am Eingang des Generalkonsulats der Islamischen Republik Afghanistan in Bonn
    Die diplomatische Präsenz der Taliban-Regierung im afghanischen Generalkonsulat in Bonn wird ausgebaut. (picture alliance / Bonn.digital / Bonn.digital)
    Dabei handle es sich um bis zu vier Konsular-Mitarbeiter, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Die personelle Verstärkung sei notwendig, um mehr afghanische Straftäter in ihre Heimat abschieben zu können. Benötigt werde das zusätzliche Personal etwa für das Ausstellen von Pässen und die Überprüfung von Identitäten. Zuvor hatte das Bundesinnenministerium angekündigt, die Abschiebungen nach Afghanistan auszuweiten. Künftig seien weitere Flüge per Charter oder Linie möglich. Dies sei das Ergebnis von Verhandlungen auf technischer Ebene.
    Deutschland erkennt die Taliban-Regierung in Kabul nicht an, unterhält aber Kontakte mit deren Vertretern.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.