"Weißer Kontinent"
Deutschland und Neuseeland verstärken Antarktis-Kooperation

Deutschland und Neuseeland verstärken ihre Zusammenarbeit in der Antarktis. Zwar präge der weiße Kontinent nicht jeden Tag die Nachrichten, nehme aber immer stärker eine außen- und sicherheitspolitische Rolle ein, sagte Bundesaußenminister Wadephul bei einem Treffen mit seinem neuseeländischen Kollegen Peters. 

    Neuseeland, Kerikeri: Johann Wadephul (l, CDU), Außenminister, steht mit Winston Peters (r), Außenminister von Neuseeland, im Hotel The Landing auf einer Terrasse vor der Oneroa Bay.
    Außenminister Wadephul besucht Neuseeland (Jens Büttner / dpa / Jens Büttner)
    Gemeinsam wolle man sich dafür einsetzen, dass die Antarktis nicht zum nächsten Austragungsort eines Großmächtewettbewerbs werde, sondern als Hort der wissenschaftlichen Kooperation sowie der internationalen Forschung bestehen bleibe, sagte der CDU-Politiker. Das deutsche Alfred-Wegener-Institut und das neuseeländische Antarktisprogramm Antarctica spielten dabei eine besondere Rolle.

    Antarktis soll "frei von militärischen Maßnahmen" bleiben

    In einer gemeinsamen Erklärung betonten Deutschland und Neuseeland, man habe ein ausgeprägtes Interesse daran, die Integrität des Antarktis-Vertragssystems zu schützen, damit "dieser einzigartige Teil der Welt friedlich, frei von militärischen Maßnahmen, auf unbestimmte Zeit frei von kommerziellem Bergbau und umfassend geschützt bleibt".

    Freihandelsabkommen zwischen EU und Neuseeland seit 2024

    Neuseeland und Deutschland kooperieren unter anderem in den Bereichen Forschung und Bildung. Deutschland ist Neuseelands wichtigster Handelspartner in der EU. Ein umfassendes Freihandelsabkommen zwischen der EU und Neuseeland trat im Mai 2024 in Kraft.
    Neuseeland bewegt sich außenpolitisch auf einem schmalen Grat zwischen China als wichtigstem Handelspartner und den USA als maßgeblichem Sicherheitsgaranten.
    Diese Nachricht wurde am 03.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.