
Bundesverteidigungsminister Pistorius reist heute in die polnische Hauptstadt Warschau um dort ein entsprechendes Abkommen zu unterzeichnen. Der Polen-Beauftragte der Bundesregierung, Abraham, sprach im Deutschlandfunk von einem wichtigen Zeichen. Es sei geplant, dass die beiden Länder sowohl militärisch als auch sicherheitspolitisch stärker miteinander kooperieren werden. Einen besonderen Fokus lege das deutsch-polnische Verteidigungsabkommen dabei auf den Ostseeraum. Der CDU-Politiker betonte, man wolle damit ein deutliches Zeichen setzen und die Herausforderung in der Region gemeinsam annehmen.
Mit Bezug auf die Verbrechen Nazi-Deutschlands in Polen während des Zweiten Weltkriegs sagte Abraham, diese würden die Beziehungen der beiden Ländern noch immer stark belasten. Die Frage von Reparationen sei rechtlich und politisch abgeschlossen. Es gebe aber weiter eine moralische Verpflichtung gegenüber den Opfern der Nazi-Herrschaft. Die Bundesregierung stehe deshalb weiter zu ihrer Zusage, eine humanitäre Geste gegenüber der Kriegsgeneration zu prüfen.
Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
