
Bundesverteidigungsminister Pistorius reist heute in die polnische Hauptstadt Warschau, um dort ein entsprechendes Abkommen zu unterzeichnen. Anlass ist der heutige 35. Jahrestag des Nachbarschaftsvertrages zwischen beiden Ländern aus dem Jahr 1991.
Der Polen-Beauftragte der Bundesregierung, Abraham, sprach im Deutschlandfunk von einem wichtigen Zeichen. Es sei geplant, dass die beiden Länder sowohl militärisch als auch sicherheitspolitisch stärker miteinander kooperieren würden. Einen besonderen Fokus lege das deutsch-polnische Verteidigungsabkommen dabei auf den Ostseeraum, so der CDU-Politiker.
Unter Bezug auf die Verbrechens Nazi-Deutschlands in Polen während des Zweiten Weltkriegs sagte Abraham, diese belasteten die Beziehungen der beiden Länder noch immer stark. Die Frage von Reparationen sei zwar rechtlich und politisch abgeschlossen. Es gebe aber weiter eine moralische Verpflichtung gegenüber den Opfern der Nazi-Herrschaft. Die Bundesregierung stehe deshalb weiter zu ihrer Zusage, eine humanitäre Geste gegenüber der Kriegsgeneration zu prüfen.
Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
