Baupläne im Westjordanland
Deutschland und weitere Länder verurteilen Israels Siedlungspläne

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien haben neue israelische Bauausschreibungen im besetzten Westjordanland verurteilt.

    Blick ins Westjordanland zwischen Jerusalem und Jericho
    Blick ins Westjordanland zwischen Jerusalem und Jericho - Israel will neue Siedlungen bauen. (IMAGO / UPI Photo / IMAGO / DEBBIE HILL)
    Die Entscheidung der Regierung, die Ausschreibungen für das Wohnungsbauprojekt mit dem Namen "E1" zu veröffentlichen, sei inakzeptabel, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der vier Länder. Auf dem Gebiet sollen mehr als 1.200 Wohnungen auf einer bislang unbebauten Fläche östlich von Jerusalem entstehen.
    Der britische Außenminister Miliband sagte, seine Regierung fordere eine sofortige Rücknahme des Projekts. Israels Außenminister Saar sprach dagegen von einem historischen Recht des jüdischen Volkes, seine nationale Heimstätte im Land Israel wiederzuerrichten. Nach Auffassung der UNO, des Internationalen Gerichtshofs und der Bundesregierung ist die israelische Siedlungspolitik im Westjordanland völkerrechtswidrig. Israel weist diese Sichtweise zurück.
    Diese Nachricht wurde am 20.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.