Grundsatzbeschluss
DFB gibt Kosten für Polizeieinsätze an Vereine weiter

Der Deutsche Fußball-Bund wird mögliche Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen nicht übernehmen. Der Verband teilte mit, sollte er als Veranstalter von Pokalspielen dafür in Anspruch genommen werden, werde er die Kosten "mindestens anteilig an den jeweiligen Heimverein weitergeben".

    Fans des Hamburger SV marschieren unter Aufsicht der Polizei zum Millerntor-Stadion des FC St. Pauli.
    Der DFB will Mehrkosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen nicht mehr übernehmen. (www.imago-images.de / Philipp Szyza via www.imago-images.de)
    Bisher wälzt von allen Bundesländern nur Bremen etwaige Polizeikosten auf den Veranstalter ab. Das ist bei Bundesligaspielen die Deutsche Fußball-Liga, DFL. Diese reicht die Kosten schon jetzt vollständig an den Verein Werder Bremen weiter. Aktuell plant die saarländische Landesregierung eine vergleichbare Regelung. Daher sah sich der DFB zu einem Grundsatzbeschluss über die mögliche Kostenverteilung veranlasst. Es wird erwartet, dass die DFL sich dieser Entscheidung anschließt.
    Unabhängig davon halten sowohl der DFB wie auch die DFL die Gebührenerhebung für Polizeikosten "nach wie vor für den falschen Ansatz". Das gemeinsame Ziel von Politik, Polizei, Verbänden und Vereinen müsse es sein, die Sicherheitslage vor Ort zu verbessern und Polizeieinsatzstunden anlässlich Fußballspielen zu verringern, sagte DFB-Präsident Neuendorf. Beides werde durch eine Gebührenregelung nicht erreicht. Deshalb bevorzuge man weiterhin "einen kooperativen Ansatz in der Zusammenarbeit mit Politik und Polizei".
    Diese Nachricht wurde am 11.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.