"Angriff auf humane Arbeitszeiten"
DGB-Chefin Fahimi kritisiert geplante Aufweichung des Acht-Stunden-Tages

DGB-Chefin Fahimi hat die Pläne der Bundesregierung für eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit kritisiert.

    Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), äußert sich bei der Jahres-Pressekonferenz des DGB, sie gestikuliert mit beiden Händen.
    DGB-Chefin Fahimi kritisiert die von der Koalition geplante Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes. (Bernd von Jutrczenka / dpa / Bernd von Jutrczenka)
    Fahimi sagte der Funke Mediengruppe, was Wirtschaftsministerin Reiche mit ihrer Tourismusstrategie vorgelegt habe, sei ein erneuter Angriff auf humane Arbeitszeiten und ein erneuter Versuch, ausbeuterische Geschäftsmodelle zu legalisieren. Zeitgemäße Arbeitsbedingungen schaffe man nicht, indem man Beschäftigte immer mehr dem Druck und der Willkür der Arbeitgeber aussetze.
    Das Bundeskabinett hatte gestern die sogenannte "Nationale Tourismusstrategie" verabschiedet. Sie greift eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag zur Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes hin zu einer wöchentlichen Obergrenze auf. Derzeit ist die Arbeitszeit für Beschäftigte auf acht Stunden und in Ausnahmefällen auf bis zu zehn Stunden pro Tag begrenzt.
    Diese Nachricht wurde am 29.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.