Bundesweiter Aktionstag
DGB demonstriert in 15 Städten gegen Sozialabbau - Kritik von Arbeitgebern

Der Deutsche Gewerkschaftsbund protestiert im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages gegen die geplanten Reformen im Sozialwesen. Die Organisatoren rechnen mit mehreren Zehntausend Menschen. Die DGB-Vorsitzende Fahimi forderte gerechtere Sozialreformen.

    Eine Menschenmenge in der Innenstadt von Erfurt, viele tragen DGB-Plakate oder Signalwesten.
    Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat in 15 Städten - hier in Erfurt - gegen die von der Bundesregierung geplanten Reformen im Sozialwesen demonstriert. (IMAGO / Paul-Philipp Braun / IMAGO / Paul-Philipp Braun)
    Die Kundgebungen finden in 15 Städten statt, darunter Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Magdeburg, Erfurt und Saarbrücken. Die DGB-Vorsitzende Fahimi sprach auf der Veranstaltung in Essen.
    Im Vorfeld hatte sie ihre Kritik an den geplanten Reformen der Bundesregierung bekräftigt . Fahimi sagte im Deutschlandfunk, die Maßnahmen gingen zu Lasten der Arbeitnehmer und änderten nicht grundsätzlich die Struktur der Sozialsysteme. Stattdessen seien mehr Investitionen in die Infrastruktur, mehr Wachstum und ein Rentenniveau von mindestens 50 Prozent erforderlich, betonte Fahimi.

    Arbeitgeberverband wirft Gewerkschaften "rituelle Reformverweigerung" vor

    Kritik an dem DGB-Aktionstag kam von den Arbeitgebern. Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Kampeter, warf den Gewerkschaften "rituelle Reformverweigerung" vor. Sie sagten zu fast jeder Veränderung Nein und träumten von einer Welt von gestern. Demografie, Fachkräftemangel und internationaler Wettbewerb ließen sich aber nicht wegdemonstrieren, betonte der BDA-Chef.
    Diese Nachricht wurde am 26.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.