
"Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche klingt fast schon wie ihr Vorgänger Robert Habeck. Reiche ist jetzt die neue Mahnerin und Antreiberin einer Koalition, die nicht genügend Ehrgeiz besitzt. Wo der Grüne allerdings vor allem Tempo beim Klimaschutz forderte, will die Christdemokratin tiefgreifende Umbauten für den Standort Deutschland: bei Arbeit, Sozialstaat, Bürokratie und Energiekosten.
Reiches ordnungspolitischer Ansatz stehe im Gegensatz zu Habecks Idee, dass Transformation der bessere Weg sei, stellt der KÖLNER STADT-ANZEIGER fest:
"Sie setzt auf einen stabilen Rahmen – er hegte die Hoffnung, dass Veränderung und Innovation zur Erreichung der gewünschten Ziele reichen würden. Nach den vielen flotten Sprüchen der vergangenen Jahre könnte eine gesunde Portion Realismus genau die Strategie sein, die Deutschland weiterhilft.
Wirtschaftsministerin Reiche hat sich auch zum sogenannten Heizungsgesetz geäußert. Sie sei zuversichtlich, dass die Koalition zu einer Einigung über eine Reform des Gesetzes kommen könne. Das HANDELSBLATT kommentiert:
"Dass es noch nicht gelungen ist, einen Kurswechsel einzuleiten, liegt am Koalitionsvertrag. Die Unionsseite hat es geschafft, die Abschaffung des 'Heizungsgesetzes' dort zu verankern. Gleichzeitig hält die SPD an dem Ampelziel fest, dass neu verbaute Heizungen zu 65 Prozent mit Energie aus erneuerbaren Quellen betrieben werden müssen, was elektrische Wärmepumpen privilegiert. Wie man es auch dreht und wendet: Diese beiden Ziele passen nicht zusammen."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG geht auf den Einstieg des chinesischen Großaktionärs Anta beim Sportartikelhersteller Puma ein:
"Nichts spricht dafür, dass Puma chinesisch wird. Vielmehr kann der Einstieg von Anta für beide Seiten von Vorteil sein. Anta-Chef Ding Shizhong und seine Leute können Puma dabei helfen, endlich auf dem sprunghaft wachsenden chinesischen Sportartikelmarkt vernünftig Fuß zu fassen. Der Anteil der Raubkatze dort ist verschwindend gering, nur sieben Prozent des eigenen Umsatzes erwirtschaftet Puma in China. Aus jahrzehntelanger Erfahrung in Nordamerika, dem größten Sportartikelmarkt, weiß man aber, wie wichtig es ist, die Konsumenten vor Ort zu kennen, ihre Bedürfnisse zu erfühlen, Trends frühzeitig zu erfassen und schnell in Produkte und Kampagnen umzusetzen. Das können Einheimische besser als Fremde."
