
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG nennt diese "abenteuerlich":
"Neben Steuersenkungen für alle fordert der parteinahe Verein einen regelrechten Kahlschlag bei Sozialleistungen: Die Beschäftigten sollen länger arbeiten, kürzer Arbeitslosengeld bekommen und mehr für die Pflege zahlen. Das wäre eine krasse Lastenverschiebung hin zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und eine Entlastung der eigenen, gut verdienenden Klientel. Das als 'Agenda für die Arbeitnehmer' zu betiteln, ist dreist."
Die MEDIENGRUPPE BAYERN fragt unter anderem in der PASSAUER NEUEN PRESSE:
"Glauben sie bei der Union wirklich, die fleißigen Arbeitnehmer, die in diesem Land seit Jahren den Karren ziehen, seien das Problem? Das ist die falsche Baustelle! Wir sind das Land, wo Finanzämter Leistung bestrafen, während Jobcenter Nichtleistung belohnen. Wenn in Deutschland ganze Industrien im Niedergang sind, weil Bürokratie sie abwürgt, staatliche Regeln sie in eine falsche Richtung lenken und Energiekosten durch Steuern und Aufschläge künstlich teuer gemacht werden, dann sollte eigentlich klar sein, wo die wahren Reform-Baustellen liegen."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG ergänzt:
"Der Wirtschaftsrat will Zahnarztbesuche auf Kassenkosten ebenso streichen wie die Grunderwerbsteuer und die Mütterrente. Sein Papier ist ein Sammelsurium aus Vorschlägen, die vor allem eines verbindet: dass sie den eigenen Mitgliedern gefallen. Ein durchdachtes Konzept, wie Deutschland zurück zu wirtschaftlicher Stärke findet, ist es nicht. Wenn sich Bundeskanzler Friedrich Merz öffentlich zur Wirtschaftspolitik äußert, dann vor allem zu der aus seiner Sicht zu geringen Arbeitsmoral. Zu wenige Arbeitsstunden, zu viele Krankheitstage, zu viel Arbeitnehmerschutz: Die Art und Weise, wie diese inhaltlich durchaus diskussionswürdigen Punkte vorgebracht werden, verhindert allzu oft eine sachliche Debatte."
Themenwechsel. Deutschland und Saudi-Arabien wollen ihre Zusammenarbeit im Energiebereich ausbauen - die AUGSBURGER ALLGEMEINE sieht Potenzial:
"Kronprinz Mohammed bin Salman hat seinem Land eine Revolution von oben verordnet. Er will die Wirtschaft weg von der reinen Abhängigkeit von Öl- und Gasexporten entwickeln und mit pharaonischen Bauprojekten in die Moderne katapultieren. Sogar grün und nachhaltig soll der Ölstaat werden. Hier gibt es viele Aufträge für deutsche Firmen. Und wenn es umgekehrt mit der grünen Wasserstoffindustrie in Deutschland etwas werden soll, dann wird Saudi-Arabien einen Teil des Gases liefern."
