03. Februar 2026
Die Wirtschaftspresseschau

Ein Thema der Wirtschaftspresseschau ist der Tarifkonflikt im Bereich der kommunalen Nahverkehrsunternehmen und der in der Nacht zu Ende gegangene Warnstreik im ÖPNV.

Beschäftigte des öffentlichen Personennahverkehrs und Verdi-Mitglieder demonstrieren in der Saarbruecker Innenstadt (Saarbrücken, 02.02.2026)
Ein Thema in der Wirtschaftspresseschau: Die Warnstreiks im Öffentlichen Personennahverkehr. (picture alliance / BeckerBredel)
Der MÜNCHNER MERKUR kommentiert:
"Sie wünschten sich für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst mehr 'Wertschätzung', so begründen die Funktionäre der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks. Diese Wertschätzung lässt sich beziffern: Sie soll sich nach dem Willen von Verdi in bis zu zwölf Prozent mehr Gehalt, der 35-Stunden-Woche, mehr Urlaub und kürzeren Schichten ausdrücken. Millionen Pendler, die sich gestern durch die Kälte irgendwie an ihren Arbeitsplatz durchschlugen, können von so viel Wertschätzung nur träumen. Manche von ihnen wären schon froh, wenn sie ihren Job behielten. Denn die private Wirtschaft taumelt."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG blickt in ihrem Kommentar auf die Wertentwicklung von Gold:
"Der drastische Goldpreisverfall der vergangenen Tage erinnert daran, dass der Goldpreis nicht fix ist, sondern mit Angebot und Nachfrage schwankt. Die großen Goldkäufe der Notenbanken, der Wunsch von Investoren nach einem sicheren Hafen angesichts geopolitischer Unsicherheit und die Erwartung sinkender US-Zinsen hatten den Preis zuvor von Rekord zu Rekord getrieben. Die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger für den amerikanischen Notenbankchef Jerome Powell reichte aus, um die Erwartung weiter sinkender Zinsen an den Finanzmärkten zu dämpfen und den Goldpreis auf Talfahrt zu schicken."
"Neben dem kräftigen Preisrutsch bei Edelmetallen geht der schleichende Verfall von Bitcoin fast unter", lesen wir in der BÖRSEN-ZEITUNG.
"Doch auch die älteste und größte Kryptowährung ist weiter auf dem absteigenden Ast. Die jüngsten Belastungsfaktoren sind gleichwohl ähnlich wie bei Gold: ein neuer Fed-Chef, der deutlich restriktiver agieren könnte, als die Märkte dies erwartet hatten, und geopolitische Unsicherheiten. Hinzu kommen bei Bitcoin anhaltende Verkäufe großer Investoren im Zusammenhang mit dem Vierjahreszyklus und globale Liquiditätsengpässe. Die Anleger sind im Risk-off-Modus und dürften das vorerst auch bleiben."
Abschließend ein Kommentar aus der AUGSBURGER ALLGEMEINEN zu Problemen von Brauereien wegen des zurückgehenden Bier-Konsums in Deutschland:
"Mit jedem Betrieb, der verschwindet, wird Deutschland ein Stück ärmer. Wenn nur noch internationale Bier-Multis den Markt beherrschen würden, verschwinden Vielfalt und regionale Raffinesse. So ist jetzt eine solidarische Doppel-Strategie gefragt: Verbraucher sollten im Zweifel zum regionalen Kasten greifen, auch wenn er einige Euro mehr kostet. Und mittelständische Brauer sind sicher gut beraten, untereinander noch enger zusammenzuarbeiten, um so ihre Kostenbasis gegenüber den Gerstensaft-Multis zu verbessern."