
"Wo Bundeskanzler Merz Bürokratieabbau verlangt, fordert Macron Eurobonds – also gemeinsame neue Schulden. Wo Merz auf neuen Schwung für den EU-Binnenmarkt und auf eine ehrgeizige Handelspolitik dringt, wünscht Macron die Bevorzugung europäischer Produkte und so die Abschottung gegenüber Handelspartnern. Merz sucht daher andere Verbündete und hat sie in Italiens Ministerpräsidentin Meloni gefunden. Den altbewährten deutsch-französischen Motor aber kann dieses junge Start-up nicht ersetzen. Ohne Frankreich mögen sich Handelsverträge verabschieden lassen, wenn es nicht anders geht. Die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union müssen Berlin und Paris gemeinsam retten."
Für die LAUSITZER RUNDSCHAU aus Cottbus ist klar, was in Sachen Wettbewerbsfähigkeit zu tun ist.
"Der frühere EZB-Präsident Mario Draghi und der frühere italienische Ministerpräsident Enrico Letta haben es in dicken Berichten für die EU aufgeschrieben. Unter ihren Empfehlungen finden sich viele alte Bekannte: den Binnenmarkt vertiefen zum Beispiel. Oder die Kapitalmärkte: Wer Risikokapitalgeber sucht, sucht in der EU oft vergebens. Doch all diesen Plänen ist eines gemeinsam; sie setzen Abstriche an nationalen Interessen voraus."
Die bevorstehende dritte Tarifrunde für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst ist Thema in der NEUEN OSNABRÜCKER ZEITUNG:
"Der Abschluss, um den Arbeitgeber und Arbeitnehmer jetzt ringen, hat Signalwirkung: Was jetzt verhandelt wird, dürfte bald auch auf Landesbeamte übertragen werden, darunter Hunderttausende Lehrer. Ohnehin ist der öffentliche Dienst schon jetzt gut aufgestellt. Die Gehälter sind nicht unattraktiv, in mancher Branche hängen sie die freie Wirtschaft ab. Hoffentlich bleiben die Verhandlungsführer der Arbeitgeber gegenüber den überzogenen Forderungen von Verdi hart. Lieber noch ein paar Wochen gesperrte Tunnel als ein Tarifabschluss, den Deutschland nicht verkraftet."
Ein chinesischer Coffee-Shop-Anbieter ist in den deutschen Markt eingestiegen.Dazu schreibt das HANDELSBLATT:
"Ausgerechnet China. Das Land der Teekultur rollt den globalen Café-Markt auf. Mit Kampfpreisen ab 99 Cent für einen Espresso hat die chinesische Kaffeekette Cotti Coffee erste Filialen in deutschen Großstädten eröffnet. Erst 2022 gegründet, ist Cotti Coffee schon die globale Nummer drei – hinter Starbucks und Luckin Coffee aus China. Die Zeiten, in denen Starbucks von seinem coolen Image und Kultgetränken zehren konnte, sind vorbei. Die Amerikaner und viele Cafés haben es mit den Preisen schlicht übertrieben. Das rächt sich nun – gerade in Zeiten der Inflation."
