16. Februar 2026
Die Wirtschaftspresseschau

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG geht auf die Münchner Sicherheitskonferenz ein und weist auf die ökonomische Stärke Europas hin:

US-Außenminister Marco Rubio am Rednerpult, im Hintergrund die Logos der Münchner Sicherheitskonferenz.
US-Außenminister Marco Rubio sprach bei der 62. Münchner Sicherheitskonferenz - dies ist ein Thema der Wirtschaftspresseschau. (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)
"Europa hat die Schockstarre überwunden. Die Europäer, allen voran Merz, haben in München aufgezählt, was schon alles unternommen worden sei, um in Fragen der Sicherheit unabhängiger von den USA und souveräner zu werden. Der steile Anstieg der Verteidigungsausgaben hat begonnen. Auch der Ton hat sich geändert. Er ist selbstbewusster, weniger weinerlich geworden. Der wirtschaftliche Riese hat es satt, sich kleinzumachen. Das ist gut."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG kommentiert:
"Die Hand, die in München der amerikanische Außenminister Rubio in Richtung der verschüchterten, zum Teil ungläubigen Europäer ausstreckte, könnte auch von wirtschaftlichen Überlegungen gelenkt worden sein. Auf die Vereinigten Staaten entfällt immer noch rund ein Viertel der Wirtschaftsleistung in der Welt, aber sowohl ihre hohe und weiterhin steigende Staatsverschuldung als auch Schwächen in der Industrie, die sich weder mit Zöllen noch mit Drohungen korrigieren lassen werden, setzen ihrer Macht Grenzen."
Die BÖRSEN-ZEITUNG beleuchtet die Auswirkung der gestiegenen Rüstungsausgaben in Europa auf die Aktienmärkte:
"Bisher haben davon vor allem US-Konzerne profitiert. Börsenlieblinge sind jedoch neuerdings Europäer. Und Chancen haben nun auch Titel von Firmen, die nicht nur Rüstungsgüter produzieren. Der Rüstungsboom sorgt für bessere Sichtbarkeit."
Das HANDELSBLATT thematisiert die Problematik der Eigenheim-Finanzierung in Deutschland:
"Ohne Eigenkapital keinen Kredit. Das ist richtig, aber spaltet unsere Gesellschaft immer tiefer. Dabei gäbe es einen sinnvollen Weg, um mehr Menschen ins Eigenheim zu bringen. Der Staat kann helfen, und es wird im Endeffekt günstiger, als es zunächst scheint. Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer, die je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises ausmacht, wären ein Weg, mehr Menschen ins Eigentum zu bringen. Und warum lebt das Baukindergeld nicht wieder auf? Wenn es gut ausgestaltet würde und auch offen für Haushalte wäre, deren Jahreseinkommen niedrig sechsstellig ist, müsste der Bund zwar mit Milliarden in Vorleistung treten. Vergeben als zinsgünstiges Darlehen, wäre das Geld aber nicht weg. Der Bund hätte, wenn es schiefgeht, eine Immobilie, die einen Wert hat, wenn die Regeln, wo gekauft oder gebaut werden soll, klug gesetzt sind. Das brächte mehr sozialen Frieden im Land und weniger Altersarmut. Denn die ist in vielen Haushalten programmiert, wenn sich nichts ändert."